Förderphase 2 (2024 – 2028)

Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten Förderphase startete Ende 2024 die zweite Phase von SUSKULT.

Der ursprüngliche Ansatz der NEWtrient®-Center soll hin zu einer NEWtrient®-Transformation erweitert werden. Dabei werden neben den Ressourcenpotenzialen von Kläranlagen auch weitere Ressourcen wie z. B. Gärreste erschlossen. Miteinander gemischt, lassen sie sich als Flüssigdünger sowohl für vertikale Farmen in urbanen Zentren (Frischgemüse und proteinhaltige Pflanzen) als auch in der Feldkultivierung (mehrjährige Pflanzen) nutzen. Ziel ist es, dass in Deutschland ein flächendeckendes Netzwerk an verschiedenen Zentren entsteht, das künftig die Pflanzenkultivierung auf Basis heimischer Ressourcen – weitestgehend unabhängig von Importen und unvorhersehbaren Ereignissen – sichert.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der zweiten Projektphase von SUSKULT richten sich an vier Leitlinien aus:

  1. Optimierung – Weiterentwicklung des originären SUSKULT-Ansatzes
  2. Etablierung – Entwicklung von Marktzugangsmaßnahmen für SUSKULT-Produkte
  3. Roll-out – Entwicklung von Maßnahmen und Technologien außerhalb des originären Ansatzes
  4. Internationalisierung – Inwertsetzung des SUSKULT-Ansatzes auf internationaler Ebene

Hierzu ist das Projektkonsortium in Teilen neu aufgestellt. Die Interdisziplinarität der verschiedenen Verbundpartner hat sich in der ersten Projektphase als sehr erfolgreich erwiesen – und bleibt bestehen. In Zukunft werden die Partner Emschergenossenschaft/Lippeverband, REWE und Yara ihre Aktivitäten in den zentralen Verwertungsschienen „SUSKULT-Rezyklate“ und „Lebensmittel“ ausweiten. Neu hinzugekommen sind u. a. das Wuppertal Institut, zuständig für die prospektive Nachhaltigkeitsbewertung, und die japanische Chiba University. Letztere gilt als Pionier auf dem Gebiet des Vertical Farmings und übernimmt eine entscheidende Rolle in der Erforschung der Internationalisierung des SUSKULT-Ansatzes. Ebenfalls Teil des Verbundprojekts ist ab sofort die Universität Münster. Sie untersucht den Einsatz von SUSKULT-Rezyklaten im Feldanbau und stärkt die Risikoforschung.